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Lilli-Hammer. Contents based on purely subjective thoughts written in colloquial American slang.
Please ignore the millions of typoes…:-p
February 22nd, 2008: "WDR Sport Inside Bericht Kommentar"
Stuttgart, GER - Hallo allerseits. Ich dachte ich würde mich kurz melden
und ein paar Kommentare zum Bericht in "Sport Inside" des WDR von Montag
schreiben. Ich bin sehr zufrieden mit dem, was Fred Kowasch in 9 Minuten
zusammen gestückelt hat. Hat er schön gemacht! Kein Grund zur Klage.
Ein paar andere Kommentare wollte ich anfügen,
die - wie ich denke . es wert sind hier erwähnt zu werden. Wie es der Zufall so
wollte..... wurde ich nur wenige Stunden nach TV Ausstrahlung meiner BDR Kritik
von speziellem Besuch aus dem Schlaf gerissen: Pinkeln unter Aufsicht, bitte!
Die NADA stand auf meiner Matte... Ich habe nur gelacht, als ich die
Kontrolleure vor der Türe sah. Selbstverständlich konnte ich mir einen Kommentar nicht
verkneifen, aber natürlich war dieses Timing "nur Zufall!". Yeah, rrrright....
Irgendwie scheint der BDR voller Zufälle zu sein: zunächst ruft die Bundeswehr
beim WDR an, kurz nachdem beim BDR eine (abgelehnte) Interviewanfrage für Herrn
Sportdirektor Bremer einging; dann bittet mich die NADA zur
Trainingsdopingkontrolle wenige Stunden nach BDR Kritik Ausstrahlung im TV,
nachdem man bei mir zwei Jahre (!) keine Trainingskontrolle mehr gemacht hatte.
Eine Hand wäscht die andere, und alle stecken unter einer Decke: wirklich
"interessant" diese Konstellation rund um den deutschen Hochleistungssport!
Schön zu wissen, dass ich jetzt auch noch bei
der NADA (und nicht nur beim BDR und der Bundeswehr) einen besonderen Status
genießen kann. Als "Rebellin" bekommt man eben überall VIP Behandlung!
;) Aber mir soll es egal sein, meinetwegen heiße ich tagtäglich Zuschauer auf
der Toilette willkommen. Ich habe nichts zu verbergen. Und einschüchtern kann mich
ein Verein wie der BDR mit Sicherheit nicht! Dazu müssten die Herren noch
deutlich früher aufstehen, als deren Köpfe an der Spitze sowieso schon geboren
wurden! Trotzdem netter Versuch...;) :p
Hier noch ein paar faktische Beweise zu der sportlichen "Kompetenz", auf die man
so stolz ist in der Otto-Fleck Schneise in Frankfurt:
Erst vor wenigen Wochen wurde einer
Nationalfahrerin schriftlich vom Bundestrainer Jochen Dornbusch ein Startplatz
bei der diesjährigen Bahn WM in der Einerverfolgung versprochen. Tja, leider
scheint der Herr Bundestrainer noch nie etwas von UCI Nominierungskriterien
gehört zu haben, geschweige denn sie jemals gelesen z haben. Hätte er dies
gemacht, würde er wissen, dass Deutschland nur einen Startplatz diese Saison für
die Bahn WM in der EV eingefahren hat. 2006 waren es noch drei (Verena Jooss,
Christina Becker und ich). Da max. zwei Fahrerinnen pro Nation in der EV an den
Start gehen dürfen, musste Christina zu Hause bleiben. Kurz darauf wurde sie aus
der Nationalmannschaft geschmissen. 2007 fuhren nur noch Verena und ich
Startpätze für die WM in der EV ein. Danach wurde ich aus der Nationalmannschaft
geschmissen mit den Herrn Bremers Worten "Wieso sollten wir Dir noch eine Chance
geben nach Deiner verletzungsbedingten Absage der DM? Wir brauchen Dich doch
nicht!" Das Ergebnis ist, dass dieses Jahr nur noch Verena einen Startplatz
einfahren konnte und der Startplatz, den ich immer seit meinem Einstieg im
Radsport für D hereingefahren habe, wurde einer Fahrerin versprochen, obwohl es
diesen überhaupt nicht mehr gibt nach meinem Nationalmannschaftsrausschmiss!
Zwei weitere Beispiele der Kompetenz des BDR...
Nach der Bahn WM 2006 wurde Andreas Müller aus der Sportfördergruppe und
Nationalmannschaft ausgeschlossen wegen fehlender sportlicher Perspektive. Bei
seinem Debüt für Österreich beim Weltcup in Kopenhagen gewann er Silber im
Scratch. Mit Erik Mohs machte ich meine Bundeswehr Grundausbildung im April und
Mai 2007. Auch er wurde zum 1.10. aus der Sportfördergruppe entlassen wegen
unzureichender sportlicher Leistung. Wenige Tage später wurde er Bahn
Europameister U23 im Madison.
Ich denke mehr muss ich zum BDR nicht mehr sagen... die Fakten sprechen für
sich!
Hasta la próxima, Lilli-Hammer Die Rebellin ;)
February 16th, 2008: "Die Rebellin und der Verband" - WDR Fernsehen "Sport Inside" Montag 18.02.08 22:45 Uhr
Mallorca, Spain/Köln, GER - Ich hatte Besuch in unserem Team Trainingslager der Equipe NÜRNBERGER Versicherung auf Mallorca. Vier Tage lang begleitete mich ein
Kamerateam "on & off the bike", um Bilder einzufangen für einen 9-Minuten Bericht für "Sport Inside" im Westdeutschen Rundfunk. Gut 140 Minuten wurden insgesamt
gesammelt. Nicht nur ich wurde interviewt, sondern auch Bundestrainer Jochen Dornbusch und auch Robert Bartko (und seine Meinung zu meinem Fall).
Sportdirektor Bremer sagte den Interviewtermin krankheitsbedingt ab. Interessant war auch, dass die Bundeswehr sofort beim WDR anrief, nachdem der Interviewantrag für Herrn Bremer beim BDR einging......
Im Dezember wurde ich hinsichtlich des TV "Auftrittes" kontaktiert. Ich sagte zu. Schließlich bekommt der Frauenradsport fast gar keine Fernsehminuten. Jede Sekunde zählt für uns, um in Zukunft vielleicht doch die Öffentlichkeit etwas mehr für den Frauenradsport begeistern zu können. Und natürlich Sponsoren,
denn ansonsten werden es auch nachfolgende Fahrerinnengenerationen schwer haben nicht unter der nationalen Armutsgrenze leben zu müssen für ihre Leidenschaft. So gut wie der einzige Ausweg ist die Bundeswehr oder die Bundespolizei im Moment. Ohne diese Institutionen ist ein Überleben als Radfahrerin fast unmöglich. Leider.
Den WDR Bericht habe ich selber noch nicht gesehen, bin also sehr gespannt, wie Fred Kowasch das am Ende zusammen gebastelt hat. Ich hoffe die Sache kommt so herüber wie sie passiert ist und Zitate eben so wie sie auch gemeint waren. Die Story wurde bereits als "feature" auf der Sport Inside website aufgezogen. Ich wurde darin u.a. als "beste Radfahrerin Deutschlands"
und "Olympiamedaillenhoffnung des BDR" tituliert. Hier möchte ich bitte darauf hinweisen, dass diese Titel weder auf meinem Mist gewachsen sind noch würde ich so etwas jemals in meinen Mund nehmen. Ich sehe die Beschreibungen meiner Person als reine Marketingstrategie für den Bericht. Es sollen eben so viele Leute vor die TV Schirme gelockt werden wie nur möglich.
"Quoten" ist das magische Wort. Da benutzen die Journalisten natürlich gerne mal Superlativen, um aus Geschichten Sensationen zu machen. Als ehemalige Marketingstudentin verstehe ich diese Taktik natürlich und akzeptiere sie, auch wenn die Worte nicht Abbild meines Selbstvertrauens oder Persönlichkeit sind.
Auf alle Fälle wird es interessant werden das Endresultat des Berichts und die Wellen, die der Bericht eventuell schlagen wird, zu sehen. Es war eine sehr interessante und auch schöne Erfahrung an der Produktion eines TV Berichts beteiligt zu sein. Journalismus fasziniert mich ohnehin sehr. Bisher hatte ich leider noch nicht die Möglichkeit in den TV Journalismus hinein zu schnuppern. Es war mit Sicherheit ein Vergnügen, auch wenn
manchmal ein etwas Anstrengendes als Protagonistin. Man muss sehr konzentriert sein bei den Interviews. Besonders angenehm sich mit diesem Thema wiederum auseinandersetzen zu müssen, war es auch nicht unbedingt. Aber das Kamerateam war super nett und hat die Anstrengungen einfach zu ertragen gemacht. Auf ein erneutes Sprintduell am Ballermann, Fred! Viel Glück beim Trainieren dafür! :) ;)
Hier nochmals mein
offener Brief
an die Presse Ende September 2007, der mir meinen neuen Spitznamen beschert hat: Die
Rebellin! :)
Cheers, Lilli-Hammer
January 27th, 2008: "Equipe NÜRNBERGER Versicherung Trainingslager Tagebuch Teil III -
MITTENDRIN, DRUMHERUM UND AUCH DABEI DURCH SIGNALSTÖRUNGEN UND JAPANISCHE ÖFEN"
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Die erste Woche für uns 10 Equipe Nürnberger Versicherung Fahrerinnen, Betreuern und Management ist überstanden. Mein Fazit nach einer Woche als Neo-Schlumpf im Maritim Hotel Galatzo auf Mallorca in "good ole American slang": We are rotten spoiled! :) ("Wir sind total verwöhnt")
Der Kopf lenkt Rasta-Signalstörungen …
Wie wir von unserem Equipe NÜRNBEGER Versicherung Motivationscoach Dr. Peter Breidenbach gelernt haben und aus eigener sportlicher Erfahrung nur zu gut kennen, lenkt der Kopf den Körper. Ein strahlender Kopf erstrahlt das Herz, die Seele und die geplagte Muskulatur unserer schnellen fränkischen Beine, die das Display unserer SRM Geräte zum Explodieren bringt.
Die Widerstandsfähigkeit unserer Kraftmessgeräte wurde am ersten Tag auf der größten Baleareninsel sofort getestet. Auf unfreiwillige Art und Weise. Wie war das noch mal mit der Orientierungslosigkeit der hiesigen Radfahrer und die sadistischen Tendenzen der wütenden Spezies, die vielleicht doch unter die Kategorie "sportlicher Leiter" fällt? Wie war das noch mit GPS Geräten? Natürlich empfangen diese falsche Signale von den Satelliten. Das leitende Signal einer jeden Equipe NÜRNBERGER Versicherung Fahrerin heißt "exzessives Grundlagenausdauertraining" und wird am Besten über die Rastalocke von Eva Lutz empfangen! So führte Jens Zemke unsere Gruppe der "kürzer-aber-schneller" Trainierenden 4:30 Stunden über die Insel anstatt der angestrebten 3:30 Stunden. :)
… und Salussport beschleunigt sie
Dr. Breidenbach lenkt unsere blauen und gut versicherten Beine. Aber was machen, wenn die Beine am Fuße des Kasernenberges oberhalb von Palma angekommen sind und noch 15km "K3" (= BDR Trainingsmethodikjargon für "Schmackes in vertikaler Zeitlupe") vor sich haben? Für dieses (un-) problematische Szenarium ist unser Eidgenosse im Sponsorenteam, Roman Gruber, zur Stelle:
Über fehlende Abwechslung in unserer Ernährung können wir uns in der Equipe NÜRNBERGER Versicherung mit Sicherheit nicht beschweren. Zumindest, was die Farbenfröhlichkeit angeht! Demnächst könnte man Individuen auf Fuji Rahmen und Shimano Laufrädern über internationale Strassen flitzen sehen, die Südseefischen der Korallenriffgewässer gleichen. Die bunten Körner auf unseren Frühstückstischen der Firma Salussport haben bei uns den liebevollen Namen "Fischfutter".
Die Rede ist von Vitalstoffen, die - individuell an unsere Immunsysteme angepasst - wie ein Elixier auf unsere Energiereserven und Immunabwehr wirken. Egal, ob K1, K3, GA1, GA2, 3, 4 oder vielleicht auch 10 ;), es schauen uns täglich mallorquinische Schafe unter blühenden Mandelbäumen mit offenen Kinnladen zu und bekommen von der ungewohnt schnellen Bewegung einen Muskelfaserrisse im Nacken. Schließlich wollen wir nicht, dass das Herz unseres Teams, unsere Physiotherapeutin Maja Meissner, durch unsere lockeren Beine arbeitslos wird! :D ;)
Ab in den japanischen Ofen!
Japan? Ofen?? Im europäischen Winter??? Zwar herrschen hier auf Mallorca mit 14 bis 17°C nicht gerade Saunabedingungen, aber wir haben es dann doch alleine unseren neuen Shimano Radschuhen überlassen knusprig an die Form unserer Füße gebacken zu werden. So werden unsere Füße während der Saison nicht brennen vor falsch geformten Schmerzen.
Verwöhnung pur
Nicht nur auf den richtigen Weg gelenkt durch einen Motivationscoach, auf Speed gebracht von Vitalstoffen und fertig gebacken in einem fernöstlichen Ofen werden wir Equipe NÜRNBERGER Versicherungsfahrerinnen hier auf den Balearen. Die Sonne brennt kühl und deshalb sanft auf unser sensibles Winterfell. Unseren sechs Austrakiwi-Exilfahrerinnen werden diese Eingewöhnungsphase bald zu schätzen wissen, wenn sie in Geelong und Wellington am anderen Ende der Welt in die ersten Pedale der olympischen Saison treten werden. Dafür werden die fleißigen Grundlagen gelegt an der Küstenstrasse, auf dem Galilea, Orient und natürlich auch im Flachen rund um das Delta von Palma - immer mit Blick aus dem Bürofenster auf das blau-grüne, Sonnen erstrahlte Mittelmeer versteht sich! :)
Yes, we indeed are rotten spoiled on Mallorca. Und natürlich lassen wir uns auch gerne noch eine zweite Woche auf der Insel im Maritim Hotel Galatzo verwöhnen, wovon Eva Lutz Euch gerne berichten wird. Viel Spaß dabei! :)
Cordiales saludos desde Mallorca, Lilli-Hammer
January 27th, 2008: "Equipe NÜRNBERGER Versicherung Trainingslager Tagebuch Teil II -
MORGENSTUND AM MITTELMEER - BLAU-GRÜNES DÉJÀ-VU "
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Jeden Morgen begrüßt uns ein Blick auf das Mittelmeer vom Hotelbalkon. Selbst die schläfrigsten Spätaufsteher im Team stehen um punkt 8:20 Uhr Gewehr bei Fuß mit einem sonnigen Lächeln im Gesicht zur Morgengymnastik am Maritim Hotelpool - mit Blick auf das von mediterraner Sonne erstrahlte Mittelmeer natürlich! Spiegelbilder perfekter Symmetrie sind unsere Gesichter, die mindestens genauso unter der balearischen Sonne strahlen wie das blau-grüne Wasser zwischen Europa und Afrika.
Nur zwischen 8:29 und 8:30 Uhr täglich verschwindet kurzfristig jegliches strahlende Lächeln, wenn unser sportlicher Leiter Jens Zemke das Dehnen versteifter Radlermuskeln beendet mit 10 Liegestützen als Schmankerl des Tages. In diesen zwei Minuten plagen mich persönlich psychologische Traumata, die ich die letzten Monate erfolgreich in die dunkelste Gehirnecke verdrängen konnte. Blau und grün gefärbte Blitze erhellen meine getarnten Erinnerungen. Die blauen High-Tech-Faser JAKO Freizeitanzüge meiner Equipe NÜRNBERGER Versicherung Kameradinnen verwandeln sich urplötzlich in ausgewaschene Baumwollsäcke, die an die Olympischen Spiele 1972 in München erinnern.
Nebel verschleiert meine Augen, währenddessen meine sensiblen Gehörsinne zusammenzucken unter einem fernen 5-Uhr-morgens Echo: "Vierter Zug auuuuuuuuuuuuuuuufstehn!!!!" lautet der Code, der Panikattacken in mir auslöst. Adrenalin quillt aus meinen Ohren und vereint sich mit dem Angstschweiß meiner Stirn zu einem Ozean, der tiefer, blauer und grüner ist als das Mittelmeer und eine Autorität ausstrahlt, die sogar die balearische Sonne hinter die einzige Wolke am Himmel in eine perfekte Tarnposition jagt.
Knips. Es wird dunkel. Der Nebel verdichtet sich. Mein Gehirn schaltet sich aus. Plötzlich sehen alle meine NÜRNBERGER Kameradinnen gleich aus. Wie fern gesteuert schalten sich unsere Reflexe und Gesichtsausdrücke auf Automatik um. Wir haben keine Kontrolle mehr über uns. Unsere Körper senken sich demütig in die Waagerechte. "Eins, Zwoh, Drei", "Eins, Zwoh, Drei"… die Lippen bewegen sich und ein Chor erklingt, der an künstlich synchronisierte Kassetten erinnert. Ich teste ebenfalls meine mathematische Ausbildung: "Eins, Zwei, Drei". Ein Schrei unterbricht mein Kassettenspiel: "Jäger Klinsi, können Sie nicht zählen?!! 5 extra Liegestütze und wieder von vorne!" Ich wechsle stumm meine Kassette und drücke auf OFF: "Eins, ZWOH, Drei, Vier….ZWOHundzwanzig,…., HundertZWOHundzwanzig,….ZWOHhundertZWOHundzwanzig". Und der Ozean strahlt zufrieden in seiner bunten Tarnfarbe.
Zweihundertzweiundzwanzig plus eins. Ich öffne meine Augen und schaue direkt vor mich in den Pool des Maritim Hotels. Es ist 8:31 Uhr zentraleuropäische Zeit. Die Farben des Wassers verwandeln sich von blau-grün in den orange-roten Ton der mediterranen Sonne Spaniens, die sich im seichten Nass unter wolkenlosem Himmel bewundert.
Knips. ON. Mein Lächeln kommt zurück, und ich entdeckte die multi-kulturellen Gesichtsausdrücke meiner Equipe NÜRNBERGER Versicherung Teamkolleginnen. Die Musik in der Luft ist kunterbunt und harmonisch zugleich: Schwedisch mischt sich mit litauisch, holländisch, italienisch, deutsch und fränkisch. Ich seufze erleichtert und realisiere mit Blick auf meine UCI Profilizenz, dass ich lediglich ein zweiminütiges Déjà-Vu durchlebt habe. Meine Zeiten als BDR Amateurin auf dem Abenteuerspielplatz der Sportfördergruppengrundausbildung der Bundeswehr sind vorbei. Ich lebe nun in einer freien Demokratie als fränkischer Schlumpf der Equipe NÜRNBERGER Versicherung, wo das Lachen und die Individualität auch beim Morgensport nicht unter einer Tarnfarbe ersticken. Let the fun begin!!! :)
Wir zehn Schlümpfe waren auf viel Spaß zusammen mit unseren Betreuern und unserem Management auf Mallorca vorbereitet. Das Training stand im Mittelpunkt. Für Abwechslung sorgten Sponsoren, Journalisten und TV Kameras, die Langeweile in den Hügeln an der Südwestküste niemals aufkommen ließen. Aber wie sieht so ein NÜRNBERGER Versicherungsspaß genau aus??? Stay tuned und lest weiter in meinem Einblick der ETWAS ordinäreren Art! Fortsetzung folgt…:)
January 19th, 2008: "Equipe NÜRNBERGER Versicherung Trainingslager Tagebuch Teil I - PROLOG "
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"M.A.L.L.O.R.C.A." Ballermann 6. Exzesse. Gedächtnisschwund. Orientierungslosigkeit. Der Geruch von brutzelndem Speck. Die Liste der Assoziationen mit dem Wort "Mallorca" ist endlos. Nicht nur "normale" Deutsche, sondern auch Radfahrer aus aller Welt decken sich in ihren synaptischen Gehirnströmen, wenn der Name dieser Baleareninsel extreme Emotionen aus den hintersten Ecken ihrer autonom geschützten Gedächtnisse lockt.
Warum Mallorca?
Aber wer reist schon nach Mallorca des Meeres und der Strände wegen? Es gibt doch Diskotheken in Kellern und Rad fahren kann man weder im Meer noch am Strand! Wer würde auch nur im Entferntesten daran denken die einheimische Kultur kennen zu lernen, wenn sich auf der Insel doch echt bayrische Biergärten und original deutsche Radfahrer tummeln?! Spanisch? Was ist das?? Ein alkoholisches oder isotonisches Getränk vielleicht??? Von der Authentizität der mallorquinischen Sonne wollen wir alle jedoch sehr gerne und hautnah profitieren: ob als paniertes Schnitzel brutzelnd auf der Strandliege oder in Form von kontrastreichen Pigmentierungen, die über trockenem Asphalt hinweg pedallieren!
Mallorca Tourismus: ZWEI Spezien, EIN Souvenir
Die demografische Zusammensetzung der temporären Touristenströme nach Mallorca unterscheidet sich eigentlich nur nach Jahreszeit des Inselbesuchs und Reisegepäckquantität. Die Emotionen und Erinnerungen, die wir gut verpackt als Souvenir wieder mit nach Hause nehmen, decken sich 100%:
Ballermann 6 - Die Mikrodestination Nummer Eins für die Könige von Mallorca im Sommer und die Bergkönigsanwärter der bevorstehenden Radsportsaison im Frühjahr. Arenal und die Playa de Palma sind immer gefüllt mit Verrückten, die ihre Selbsterfüllung in Extremen unterschiedlichster Art suchen.
Exzesse - Alles fließt in Strömen und wird in Massen serviert auf Mallorca. Ob gegärte oder Elektrolyt angereicherte Flüssigkeiten - Trinkgelage stehen auf dem Tagesmenu eines jeden Touristenstroms. Auf dem Essenstisch zählt allgemein nur die Quantität, während von zu exotische Gerichten (alles außer Hamburger und Fritten sowie der Berg Pasta mit Tomatensoße und Hühnerfleisch) kritischer Abstand genommen wird. Die überdurchschnittlich masochistisch veranlagte Spezies der Balearenbesucher lässt zudem fast täglich und viele Stunden am Stück ihre Myofibrillen kontrahieren. Dabei steigt ein verbrannter Geruch von Hochgeschwindigkeitsreibung zwischen leichtgewichtigem Gummi und rauem Asphalt in den blauen Himmel Spaniens.
Gedächtnisschwund - Die Ursachen für den weit verbreiteten Gedächtnisschwund unter den Inselbesuchern variiert über das Jahr hinweg. Im Frühling dienen Erinnerungslücken dem Selbstschutz. Nur so ist der Körper eines Radfahrers in der Lage Tag ein Tag aus Trainingspensen in dreistelligen Kilometerbereichen durchzudrücken. So könnte ein Selbstgespräch mit Kater aber ohne Glykogen in den Muskeln folgend aussehen: "Was habe ich gestern noch mal gemacht? Ich kann mich nicht daran erinnern, also muss ich wohl den ganzen Tag nur im Bett geschlafen haben. Deshalb stehen für heute 160km extra auf dem Trainingsprogramm!" Im Sommer sorgt dagegen das alkoholisierte Kleinhirn für pathologischen Schaden und freiwillig unfreiwilligen Gedächtnisschwund als Quittung für die nächtlichen Fiestas am Balneario.
Orientierungslosigkeit - Gedächtnisschwund und Orientierungslosigkeit sind zumeist komplementäre Nebenwirkungen des Daseins eines mallorquinischen Sommerkönigs. Aber wie sieht es in der masochistischen Radlerwelt aus? Böse Zungen behaupten, dass eine weitere Spezies unter dem Pseudonym "Trainer" ihr Unwesen auf der Insel treibt. Diese Besorgnis erregende sadistisch geprägte (un?) menschliche Art ersetzt das GPS Navigationssystem für radelnde Marionetten. Wo Satelliten lange Alarm schlagen würden, werden Radfahrer mit vollster Überzeugungskraft weiter in die hinterste Pampa geführt. "Orientierungslosigkeit"? Nein, natürlich nicht! "Ausgezeichnetes Grundlagentraining" stattdessen schon!
Brutzelnder Speck -
Die Strategien zur Speckverbrennung entpuppen sich als besonders fantasievoll im iberischen Mittelmeer. Im Sommer setzt man auf die Stärke der Sonne, um die Aminosäuren zum Schmelzen zu bringen. Im Frühjahr dagegen hofft man auf die Hitze, die durch physikalische Reibung zwischen Gummi und Asphalt künstlich produziert wurde. Vorsicht Ölspur auf den Radwegen!
Equipe NÜRNBERGER Versicherung auf Mallorca
Zur masochistischen Spezies der Berg-, Sprint-, und Gesamtklassementköniginnenanwärterinnen 2008, die Mit Hilfe von Exzessen und Gedächtnisschwund orientierungslos radelnd Speck auf Mallorca brutzelt, gehört vom 12. bis 26. Januar auch die Equipe NÜRNBERGER Versicherung. Da wir uns jedoch gerne vom Durchschnitt abheben, haben wir anstatt den Ballermann das neu erbaute Maritim Hotel Galatzo in Peguera an der Südwestküste der Insel als hügeliges Domizil zur intensiven und voluminösen kollektiven Vorbereitung auf die olympische Radsportsaison ausgewählt.
In den folgenden Tagen werden wir Euch - (fast) unzensiert - einen Einblick geben in das Leben der fränkischen Schlümpfe in Spanien mittels virtueller Impressionen und Anekdötchen, die mit Sicherheit einen Sonnenstrahl oder zwei in Eure vom deutschen Winter gezeichneten Gesichter zaubern werden. Nicht nur ich (Larissa Kleinmann) werde meine Magie versuchen. Meine Teammates werden ebenfalls zu Worte kommen und Eure Horizonte auf unser Teamtrainingslager durch verschiedene mallorquinische Perspektiven erweitern.
Cordiales saludos desde la isla maravillosa balnearia,
Lilli-Hammer
p.s. Achtung Humor, Zynismus, (Selbst-)Ironie, oder wie auch immer Ihr meinen Schreibstil nennen wollt! ;) :D Bitte nicht jedes meiner Worte ernst nehmen! Danke.
Mallorca Fakten & Statistiken
- Mallorca liegt östlich des spanischen Festlands zwischen 39°15'40? und 39°57'40? nördlicher Breite und 2°19'38? und 3°28'42? östlicher Länge.
- Die Insel hat eine maximale Ost-West-Ausdehnung von 98 Kilometer und eine Nord-Süd-Ausdehnung von 78 Kilometer.
- Mallorca hat eine Fläche 3.620,42 km² und verfügt über eine Küstenlinie von über 550 km Länge.
- Es gibt zwei Amtssprachen: Spanisch und Katalanisch.
- 2006 besuchten 9,6 Millionen Touristen die Insel, von denen 38% (3,6 Mio.) aus Deutschland kamen. Der höchste Punklt der Insel ist der Puig Mayor mit 1445m Höhe.
- Die Gesamteinwohnerzahl Mallorcas beträgt 790.763; 21.953 Deutsche haben ihre permanente Residenz auf der Insel gemeldet.
- Die Mallorquiner erwirtschaften eines der höchsten Pro-Kopf-Einkommen Spaniens: 17.000 Euro gegenüber 13.500 Euro im spanischen Durchschnitt. Haupteinkommensquelle ist mit 75 Prozent der Tourismus
- Gut 60 Prozent der Inselbewohner sind der Meinung, dass zu viele Ausländer auf Mallorca leben.
November 23rd, 2007: "Updates: Lured out of retirement by Equipe Nürnberger Versicherungen & other news"
Nürnberg, Germany - Hi all. I have a few short updates. I was out of the country enjoying the start of the winter in Prague, Budapest, and Vienna. I recently received an email from the team director of the Equipe Nürnberger Versicherungen, Jens Zemke.
He tried to lure me out of retirement and offer me a spot on his team which has established itself among the top pro women's road cycling team in this world for years. Since it is a very big honor to be able to wear that blue jersey, I agreed to the challenge.
My goal for the 2008 season is to give my best for the Equipe Nürnberger and my teammates so they can achieve all their personal goals. Moreover, I want to consciously seize my last year as an athlete. I am currently working for a company as a freelancer so this will not only give me some work experience and money but it will also give
me intellectual balance to cycling while I can look for a long-term professional career in all peacefulness and without panicky rush.
My search for that longer term career in business is going very well right now. The Boston Consulting Group Australia organized the first round of interviews for me in Munich on November 30th, so I won't have to fly all the way down to Sydney to have a chat with them and get tested by them. It should be interetsing how the interviews go.
It will be a tough selection process but I will give my best and then see what is coming out of it all.
On December 1st I am off to the first training camp of the year in St. Tropez with a few of my new teammates. Dec. 13-19 we have our first team meeting in Nürnberg.
All for now. Cheers, Lilli
October 23rd, 2007: "Mail from Boston Consulting Group Australia"
Stuttgart, Germany & Melbourne/Sydney, Australia - Hi all. I just received mail from Australia... from Boston Consulting Group, to be exact. They have processed my application for a consultant position at their firm and have decided to move me on to the interviewing stage. Wow...
it is extremely hard to even make it beyond the CV screening stage at such a top-notch management consulting firm (BCG is ranked second in the world behind McKinsey). I feel very honored and very excited of course.
Here are some quotes that clearly illustrate what an honor it is having received an invitatiion to interview with BCG: "You'll need all the prep you can get to succeed in the "very difficult" interview process, insiders suggest. And the hiring process is extremely selective- according to one
source, at the undergrad level, "we screen 400 resumes. We give a GMAT-like test to 100 applicants. We interview 15 applicants in the first round (two interviews). We interview six applicants in the second round (two interviews). We interview three applicants in the third round (two interviews)," ultimately
hiring one to two people out of the batch. Insiders have differing opinions about what schools BCG favors. One consultant says the firm's interview process is so rigorous that it only draws from "the top schools, but not beyond that list (e.g., Harvard but not MIT). I'm from a non-top school (Brown is practically
treated like a community college the way we recruit), and it's tough to get through initial screening in that situation."" or a quote from the BCG Australia/New Zealand recruiting website: Due to the particular skills, abilities and aptitudes we are looking for in our people, and the large number of applications we receive,
less than one per cent of applications result in a job offer. Yep, that is going to be a big challenge being interviewed downunder in business casual soon. :)
I forgot to mention more good news in my last post: the Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) has finally decided to publish an article about the BDR issue as well. Really good. The more media pressure the better... and the greater the chances for changes to happen.
Will keep you posted on further progress. Cheers, Lilli
October 19th, 2007: "BDR Praktiken - Teil II" & "Weiteres Update zur Radmafiabekämpfung"
Stuttgart, Germany - Saludos a todos! Mittlerweile hatte ich die Gelegenheit erste Kontakte zu bereits existierenden BDR Oppositionen zu knüpfen. Es ist sehr schön zu wissen, dass es tatsächlich Leute gibt in
Deutschland, die nicht nur hinter hervor gehaltener Hand den Bund Deutscher Radfahrer und dessen mafiotischen, intriganten Praktiken kritisieren. Diese Gesellschaft ist sehr erfrischend, weil äußerst ungewöhnlich im deutschen Radsport!
Ein Aliierter der BDR Opposition hat mir einen Artikel aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) vom 11.05.2004 zugeschickt. Dieser Artikel ist ein weiteres Beweisstück für die schockierenden Zustände im BDR, die bereits seit Jahrzehnten andauern. Ohne Verbesserung in Sicht! Weshalb? Weil immer noch dieselben Köpfe die Drähte ziehen... eine Hand wäscht die andere, da alle
Hände Leichen im Keller haben. So einfach ist die BDR-Formel...
Und was passiert sonst noch? Der Herr Bundestrainer tischt weiterhin Lügen den Journalisten gegenüber auf, behauptet das Gegenteil meiner Fakten. Sein "Problem" (das er nicht als solches erkennt) ist nur, dass ich die Beweise in jeder Form auf meiner Seite habe. Zu Verlogenheit kommt also Dummheit... eine gefährliche Kombination, unter der die Radfahrerinnen Deutschlands tagtäglich, Jahr ein Jahr aus
leiden müssen.
Ich bin froh aus der BDR Waschtrommel heraus zu sein. Ich denke, all dies war das Beste, was mir hätte passieren können. Die Gefahr seinen Charakter und seine Persönlichkeit auf der Strecke liegen lassen zu müssen als Mitglied der deutschen Radsportnationalmannschaft ist zu groß. Ich bin nicht bereit solche Opfer für meinen sportlichen Ehrgeiz zu bringen.
Ich habe mich immer noch nicht entschieden, ob oder wie es mit mir im Radsport weitergeht. Im Moment bin ich arbeitslose Hobbysportlerin, die sich Türen in alle Richtungen offen lassen will. Es sind mehrere Firmen an mich herangetreten, die sich eine Zusammenarbeit vorstellen können, nachdem sie von meiner öffentlichen Verbandskritik und den Hintergründen erfahren, sowie meinen Lebenslauf zu Gesicht bekommen haben.
Falls diese Art von Arbeit zustande käme, gäbe es für mich die Möglichkeit weiterhin Rad zu fahren. Das unter deutscher Flagge zu tun, lehne ich jedoch kategorisch ab. In dieser Frage stehen ebenfalls noch Gespräche an. Mal sehen, was die nächsten Wochen so bringen werden. Am Besten wäre es natürlich, wenn sich ein Sponsor finden würde, aber die Wahrscheinlichkeit ist im Frauenradsport verschwindend gering. Leider...
Will keep you updated. Stay tuned. Cheers, Lilli
October 12th, 2007: "Leserbrief zu Focus Nr.41 Sport / Radsport / Immer auf die Frauen von Peter Kramer"
Cologne, Germany - Hier ist ein Leserbrief an FOCUS eines weiteren BDR Betroffenen, der sich entschieden hat den Mund ebenfalls aufzumachen.
Erst einmal möchte ich Larissa meinen Respekt dafür aussprechen, öffentlich zu machen, worüber alle Rad-Leistungssportler hinter vorgehaltener Hand sprechen. Ich bin bereits seit ca. 14 Jahren vereinsmäßig in der Jugendarbeit tätig, seit 3 Jahren kümmere ich mich um eine Juniorinnen-Bundesliga-Mannschaft. In diesem Zusammenhang habe ich ähnliche Erfahrungen wie Larissa Kleinmann mit den Herren Bremer und Dornbusch gemacht.
Im unserem ersten Jahr wollten wir mit Württemberg fusionieren, was uns auch telefonisch vom BDR zugesagt wurde. Nachdem Herr Bremer jedoch davon erfahren hatte, änderte er kurzfristig die Satzung, um einen Zusammenschluss zu verhindern. Hochwertige Anschaffungen, die bereits getätigt worden waren, waren so umsonst gewesen. Der Erfolg dieses Handelns durch den BDR war, dass eine Kadersportlerin ihre Karriere beendete, und Württemberg keine Mannschaft mehr hatte.
Im Jahre 2006, beim Bundesligarennen in Queidersbach fuhr eine unserer Kaderathletinnen schlecht. Beim Überqueren der Ziellinie wurde sie darauf von Herrn Dornbusch angehalten und dermaßen "runtergeputzt", dass sie noch Stunden danach am Boden zerstört war. Ich schickte die Sportlerin zum Arzt, welcher schließlich Pfeiffersches Drüsenfieber diagnostizierte. Bis heute hat die Krankheit Einfluss auf die Leistungsfähigkeit der Sportlerin. Anfang der Saison bestritt diese Athletin mit unserer Mannschaft die Deutsche Bergmeisterschaft, wo sie am Steilstück der Strecke die Spitzengruppe ziehen lassen musste. Als wir mit dem Materialwagen an Dornbusch vorbeikamen, demonstrierte er durch ein ekliges Verhalten einen "Daumen nach unten" seine Einstellung zu dieser Situation, wobei er durch Rufen des Namens der Athletin keinen Zweifel ließ, wen er meinte.
Die beiden Herren verhalten sich absolut diktatorisch, und das in unserer demokratischen Gesellschaft. Herrn Scharping, der mit Sicherheit den Anspruch erhebt, ein Demokrat zu sein, sollte in seiner Amtszeit als Präsident wohl das Verhalten dieser Personen nicht unbemerkt geblieben sein.
Herr Dornbusch sollte Sportlerinnen, die einen hohen Leistungsstand erreicht haben, nicht gleich mit der nachfolgenden Athletin austauschen, sobald sie nur ein wenig kränkeln. Für das Auswechseln der Sportler nach Stand der Rangliste braucht es keine sonderliche Qualifikation, diese Praktik spricht jedoch nicht unbedingt von großem Sachverstand. Stattdessen sollten sportliche Leiter, Vereinstrainer und Sportwissenschaftler mit einbezogen werden, um einen runderen Ablauf zu gewährleisten. Unter dem falschen Druck, den der BDR den Sportlern auferlegt, macht Leistungssport in unserem Lande keinen Spaß. Dabei sollte man gerade jetzt daran arbeiten, daß er zu normalen menschlichen Bedingungen möglich sein kann.
Peter Kramer, Köln
October 11th, 2007: "Post aus dem Bundestag"
Stuttgart, Germany - Diese Woche kam Post vom Wehrbeauftragten im Bundestag. "Ihre Ausführungen habe ich zum Anlass genommen, eine Überprüfung einzuleiten. Über das Ergebnis werde ich Sie nach Eingang der erbetenen Stellungnahme unterrichten." heißt es aus der Bundesregierung.
Ich hatte meine Bedenken zum Ausruck gebracht, dass ein Streitkräfteamt der Bundeswehr blinde Marionette von nationalen Verbänden ist. Bei Entlassungen aus der Sportfördergruppe hört sich die Bundeswehrzentrale nur die Seite des jeweiligen Verbandes an. Es wird nicht in Erwägung gezogen
den Athleten anzuhören. Dies ist weder demokratisch noch korrekt.
Ich bin kein Einzelfall. Weder im BDR noch in anderen Sportverbänden. Leider gibt es zu wenige, die öffentlich den Mund auf machen. Meistens aus Angst negative Konsequenzen in ihrer sportlichen Karriere zu spüren. Es bringt nichts unter einander mit hervor gehaltener Hand Kritik zu flüstern.
Auf diese Weise wird sich niemals etwas ändern. Das Leben ist voller Risikos... manchmal muss man sein eigenes (Sportler-)Leben riskieren, um berechtigt Hoffnung auf zukünftige Veränderungen zu haben. Natürlich gibt es kaum Hoffnung, wenn nur einzelne Sportler oder andere Betroffene öffentlich Kritik
an Systemen ausüben.
Je mehr Personen ihre Prinzipien & Wertvorstellungen über ihre Ängste & ihren Pessimismus siegen lassen, desto wirkungsvoller fällt auch der Druck auf ein solches System aus... der dieses alte System wiederum stürzen kann, um ein Neues, Verbessertes aufzubauen. Veränderungen ohne Risiko gibt es nicht!
Jedoch wird man auch im Sport nie etwas erreichen ohne Risiken eingegangen zu sein. Deshalb verstehe ich nicht, weshalb nur so wenige im Sport Involvierte und Betroffene genügend Charakterstärke zeigen, um gegen ein bewiesenermaßen unkorrektes System anzukämpfen.
Ich hoffe, dass endlich mehr Betroffene den Finger heben werden. Sie sollten ihre Erfahrungen und Beweise dazu beitragen, dass sich Dynamiken zur Veränderung und Verbesserung von veralteteten Strukturen/Systemen entwickeln. Wenn Ihr es schon nicht für Euch selber tun wollt oder könnt, dann tut es wenigstens für
Eure Nachfolger! Hört auf mit dem Flüstern und fangt an zu sprechen! Danke.
Viele Grüße, Lilli
October 9th, 2007: "Die Wellen des FOCUS Artikels..."
Stuttgart, Germany - Hallo allerseits. Ich wollte mich mal kurz zu Worte melden, nachdem ich den ganzen Tag lang sehr aufbauenden Feedback auf den FOCUS Artikel von gestern und meiner Pressemitteilung bekommen habe.
Nochmals danke an Euch! Der Artikel scheint dabei zu sein so einiges ins Rollen zu bringen. Ich hoffe, all das wird sich am Ende positiv auf die zukünftigen Radfahrergenerationen im BDR - sowohl Männer als auch und vor allem Frauen - auswirken. Das ist mein Ziel.
Ich selber bin nicht dazu bereit auch nur einen Schweisstropfen mehr im Trikot des BDR zu verschwenden. Egal, was passiert. Das Kapitel Radsport in schwarz-rot-gold ist für mich abgeschlossen. Nun bin ich auf der Suche nach einer neuen Herausforderung, um dort meine Energien und Leidenschaft zu investieren. Seit meiner Entlassung aus der Sportfördergruppe der Bundeswehr durch den BDR Sportdirektor habe ich mein Rennrad in die Ecke gestellt und es mit Tourirad sowie Laufschuhen einer Hobbysportlerin ausgetauscht. Ich habe meine persönlichen Prinizpien, und diese haben Priorität vor meinem sportlichen Ehrgeiz.
Es war mir von Vornherein klar, dass ich mit dem Radsport aufhören würde, sobald ich nicht mehr die finanzielle Unterstützung in Höhe von mind. dem Gehalt einer Sportsoldatin haben würde. Ich hatte meine beiden amerikanischen Universitätsabschlüsse unter meinem Kopfkissen ruhen lassen, um
zwei Jahre unter der nationalen Armutsgrenze für den Radsport zu leben... nun nicht mehr! Im Frauenradsport gibt es so etwas wie Privatsponsoren nicht und nur die Top 10 der Welt in Straßenprofiteams können von ihrem Sport leben. So bin ich nun auf der Suche nach neuen Herausforderungen irgendwo auf der Welt.
Ein paar Gespräche hinsichtlich einer möglichen Fortsetzung meines Radsportabenteuers
werden in nächster Zeit noch statt finden, aber ich gehe nicht davon aus, dass ich die finanzielle Möglichkeit finden werde, die mich davon überzeugt weiter zu machen. Dazu kenne ich die Radsportszene mittlerweile zu gut.... die Szene, die mir in den letzten 2.5 Jahren einen steifen Nacken durch ununterbrochenes Kopfschütteln gebracht hat.
Ich hoffe die "corporate world" hat einen guten Physiotherapeuten, den brauche ich nun nach meinen BDR-Radfahrertagen! ;) :D
So long, Lilli
October 9th, 2007: ""BDR Praktiken" - the insight into how to breed athletes prone for organized doping systems"
Stuttgart/GER - Hi! If you would like to read what exactly happened in my life the past few weeks and how the German Cycling Federation treats its athletes, feel free to download my official press release regarding the case in the Press Corner. Thank you.
If you have read the FOCUS article this week as well as my press release and you do not agree with the practices of the Germany Cycling Federation, please write a "Leserbrief" to FOCUS Magazine. Several people are already doing so.
I am calling for a rebellion!!! :) We can't just sit there and watch the federation destroy our sport! Please also send your sentiments to Anno Hecker of the Frankfurter Allgemeine Zeitung who is currently investigating the case.
Falls Sie den Artikel im FOCUS Magazin dieser Woche sowie meine Pressemitteilung gelesen haben sollten und mit den Prakitken des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR)
nicht einverstanden sind, dann schreiben Sie bitte einen Leserbrief an FOCUS. Mehrere Leute haben dies bereits getan. I rufe zur Rebelllion auf!!;) Es kann doch nicht sein, dass wir nur still da sitzen und wortlos mit ansehen, wie der Verband unsere Sportart zerstört!
Bitte senden Sie Ihre Meinung (und/oder eigene Erfahrungen) an Anno Hecker von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der die Sache zur Zeit recherchiert. Danke!
Sincerely, Lilli
September 27th 2005: "Cyclisme 2006: Off We Go, The Season is On! El Salvador is Calling..."
Stuttgart Airport, Germany - I am here at Stuttgart Airport, ready to take off into the sky not only with destination "El Salvador" but with destination
"2006". With the Vuelta a El Salvador my 2005/06 track season officially comes to a start. I have only been training for 2 weeks so I am anything but prepared for this
stage race; however, it is not about results here, it is just about training and also spending time with my fellow German national team members out in an Central American adventure
that I am sure we will be experiencing during the upcoming 2 weeks together.
I am a firm believer in the team concept... teamwork, spirit, chemistry, mutual motivation, enoucragement, and the
magic word "synergy". During trips such as the one to El Salvador you can very well establish special bonds between all members. I hope we will be able to create some firm bonds
in Central America... and start out the new year with an adventurous, exotic and very special bang. A ver... as the Spanish would say. Yeah, off we go to a Spanish-speaking country, how exciting!
I love speaking Spanish, my favorite language... and it will be my very first time in Latin America, about time to hit and discover that culture... Stay tuned for adventure reports from us
5 German riders in exotic El Salvador! :-)
September 21-24th 2005: "World Championships in Madrid: Germans defend title!"
Stuttgart, Germany - The women's road race was super impressive. The German national team rode just perfectly. Every cyclist can learn from that race, you just
can't ride better as a team. everybody had a task and executed it 100%. And in the end... it was our best sprinter Regina Schleicher who put her nose into the wind for the first time that day with
about 200m to go in a 126km race. And then you just could feel a bomb explode and there she was: World Champ Regina across the line in front of a rider who reminded me of Robby McEwen...Nicole
Cooke didn't quite ride the mandatory 'ligne droite' in the finish. She got into Oenone Wood's bronze way, at least that's how I saw it.
Judith Arndt is just incredible. She had been sick before World's, didn't even know whether she could ride at all, and then she places 4th in the TT and carries
most responsibility for the black-red-golden Gold. She worked so much, and led up for the sprint for Trixi and Regina to finish...it was unbelievable!
I am extremely happy for the German girls. I am sure they celebrated accordingly Saturday night. I wonder if JoDo (national coach) will still be hung over tomorrow morning when we meet
up at Frankfurt airport to fly to the Vuelta a El Salavdor in Central America...:-)
Unfortunately, the female kiwis didn't have the best of their races. None of them could finish with the front group. Sigh... hopefully they will be able to ride better race next
year in Europe to prepare for Worlds in Austria.
Sorry I can't write more, I am about to head to the airport. I am leaving for El Salvador tomorrow morning at 6am from Stuttgart. I will head to the airport tonight already and spend
the night on a bench chained to my check-in luggage. There won't be any subways getting to the airport in time for the flight tomorrow so i will be making myself comfortable
in the terminal tonight already. Will feel familiar...another little adventure... i am a pro at sleeping in airports, on benches, in trains, wild on beaches, at ferry stations, etc. etc. it's awesome!
I love those kinds of independent travels and adventures. Hard-core independent travel is the absolute greatest.
OK, now I really gotta go and finish my last preparations for Central America. I have hardly any luggage really, it will be so hot there you don't need any
clothing! But hopefully it will stay somewhat dry. It's rainy season right now, lots of hurricanes etc.. More excitement...:-D ;-)
September 20th 2005: "Countdown running... World Championships in Madrid: Women's Individual Time Trial!"
Stuttgart, Germany - Oh, oh, how exciting... World's are tomorrow!!! I am quite excited and anxious, can't wait to follow my alarm clock and
wake up in time for the 10am start of the women's individual time trial tomorrow. Great Eurosport is showing it all LIVE and in full length, while our
public TV stations show NOTHING. You bet you know which channel I will be watching when both our German public stations and Eurosport show the championship
live... consider it an ARD/ZDF boycott from my part.
Obviously, the Germans have a big gun at the starting line with high hopes to get their first gold medal in the women's ITT. Unfortunately, Judith Arndt has been sick
so nobody knows if she will be back to old strength in time in Madrid or not. I am wishing her and the other two TTers, Trixi Worrack and Madelaine Sandig, the very
best of luck.
Beside all that my heart will be bleeding during the ITT... I may be a country trader, but who I am cheering for the most and most passionate are not the Germans (though
I will be very nervous for them as well) but the New Zealanders, my dear "Kiwi Mafia Gang". The Kiwis are just the greatest. I lived and trained and raced with them in
the spring in France. New friendships were created very quickly. The reason why my heart will be bleeding loads during the time trial tomorrow is Sarah Ulmer. This
Crazy Kiwi Powerhouse # 1, since last year a real track legend in the UCI winning all and everything you could win in the pursuit, had to cancel her World's entry for Madrid due to illness.
Very, very sad... I was so hoping that Sarah would win Gold and surprise all those roadies. Oh well, one more year of kiwi mercy for the road chicks....:-) but next year
in Salzburg Sarah will dust them all I am sure. I hope I will be there to cheer her on as loud as I can! I hope that the other kiwi representative, Meshy Holt, will have a great ride
and pull out her optimum. And then there is also Tim Gudsell who will be representing the Kiwis in the Men's U23 ITT... he was living in the same house
as I in Limoux in the spring as well, another great pursuiter kiwi mate. GO KIWIS GO!!!!
It is always a very fine line in elite sports between training too much or too little, resting too much or little. The optimum balance of work and rest is hard not only to find but also to maintain.
Judith and Sarah seem to have missed that balance for a short but decisive moment in the immediate world championship lead up...
that's part of the life and risk of a world-class athlete! One year it goes well, one year not quite so well. But I am sure both will be back even stronger. Get well, you two, and give
your bodies & minds the rest they have requested!
Eeeeewwww... it will be so exciting tomorrow!!! I can't wait to watch it on TV. But I would so much rather like to be there and cheer them all on. Wasn't possible, unfortunately,
as I have to prepare myself for the upcoming track season. Gotta do what you've gotta do... Well, i am not worried about the kiwis as my coach will be there as the
representative of our little Honorary Kiwi Club. Marion will be cheering them on for me as well as part of the New Zealand federation staff.
Damn, talking about the kiwis makes me realize again that I miss them loads. I so need to go spend all winter in New Zealand training with them all and getting to know
their beautiful country. I hope our national coach will be OK with that idea... to be talked about in El Salvador next week.
Avec courage & sans chutes à Madrid,
Lilli
September 6th 2005: "Off Crutches and Onto the Bike: Track Season 05/06 - Bring it On!"
Stuttgart, Germany - Finally. I wasn't very optimistic about my potential start of my preparation for 2006 being realized this week.
I was in rather big pain in Berlin, still needed the help of crutches to release the pressure on my heel. Swelling came back as well. And walking
around the IFA (consumer electronics) expo all day Monday before a long train trip back to Stuttgart wasn't so helpful, either. However, things
improved very quickly after my Berlin trip. Today I got rid of both the stitches and my crutches. After an interview with a journalist I
hopped onto my bike and gave it a first shot. The ride was an hour-shock to my cardio system. My heel was hurting as well but it
was within limits. All in all it seems like I am ready to go and start Marion's and my Track 06 Mission. It will be very interesting how our endeavour
will turn out, but i am pretty sure it will go fairly well. To be seen. Our mission started today with my first day of training. Marion and I have
not talked about our game plan yet but we will do so once she is back from the stage race in France that she is directing for the New Zealand national team.
Sitting at home in prison not being able to move but watch the sun shine outside wasn't so nice during the past 2 weeks of doing absolutely zero
exercise. Last week I already wanted to get on the bike and see how it goes. I was still walking on crutches at the time. But I quickly received
a slap in the face via e-mail from a certain Mme. Clignet: "Would you f* listen!!!", she wrote... lol... so I thought I do better listen to her and
not get in trouble with Madame Speedy Studness. :-D ;-)
This weekend I am off to watch the world cup in Nürnberg and cheer on my multi-national mates in the peloton. I will be handing bidons to my teammates as well.
Afterwards I will head far South to Freiburg where I will spend a few days visiting an old runner friend and riding with him through the black
forest a bit. A bientôt, Lilli-Hammer
September 4th 2005: "IAAF Golden League Meeting Berlin 2005"
Berlin, Germany - What a great weekend once again. Work weekend? It certainly did not feel like "work" in the traditional sense of the
word... I very much enjoy sports journalism. Even long working hours and little sleep for an entire week like at the Euro Champs in Munich in
2002 do not feel like a burden. The stress is a positive, enjoyable one, a passionate one I suppose.
This year's 6th and final IAAF Golden League Meeting of 2005, the so-called Internationales Stadionfest (ISTAF) in Berlin, confirmed to me all
of the past experiences I have made with the profession of being a journalist: what a great job! My duty this year was exactly the same as in 2004;
I was in charge of the bilingual (German-English) online live coverage of the meeting which was broadcasted through both the official ISTAF website
and the official site of the German T&F federation (DLV).
During the ISTAF I had a spot for "my" (boss') laptop in the media section of the Olympic stadium, right up above the track's homestretch. I could
overview everything that was going on inside the stadium perfectly. Moreover, I had my own computer screen sitting next to me supplying me with
real-time start lists, results, current event standings, time splits (e.g. during distance running events), athlete bios, etc. - you name what you
may want to know about what was going on on the track!. I was once again a rotten spoiled journalist as you can see! :-)
From 13:30 until 17:30 I broadcasted live and non-stop from the ISTAF. For four hours I was sitting there with flying fingers hitting both the
notebook keyboard and the touch screen... with occasional swings to the old-fashioned hard copy of the starting lists. The busy four hours flew by in
no time. It is quite hard to stay on top of scene as a live broadcaster providing the reader with two languages at the same time, especially if several
events take place simultaneously. It is very, very hard to mention all events and all athletes that should be mentioned (like all Germans in my case).
You have to keep juggling many things at one time.
The day before the ISTAF I had to work a little bit as well. First item on the agenda was the official press conference. Afterwards, I interviewed the
world 100m champion of this year's championships in Helsinki/FIN, Lauryn Williams (USA). My colleague and I wrote the article about the little American
speedy for the German federation's website and posted it the same afternoon. It was my first-ever article in German. In the past, I only wrote journalism
pieces in English. German is a bit of a problem for me still... I am not as eloquent in my mother tongue as I should be, English flows much easier and smoother
(Guess why this website is still written in English even though more Germans than Americans may enter it now that I am no longer a runner in the United States...).
But fortunately I had the help of a pure German to write the article. :-) In preparation of next day's T&F meeting, I studied the starting lists a bit deeper
as well. I made jokes to my boss that I would be sleeping with and and memorize all and everything on those many pages...and maybe I would decide to foresee
the competitions and pre-write my "live" coverage so I could go and do something else in Berlin instead of sitting there writing for hours
in the stadium. ;-) I typically get a little briefing from my boss before such T&F journalism work as I am not as deeply involved in this sport anymore.
As a result, I don't know all the latest insider facts, figures and gossip anymore.
What I don't like about online live coverage in the written form is that all you can do is scratch the surface of what is going on in the stadium.
You can't go in depth, you can tell the background stories, you can't really write the way you trigger emotions and excitement in the reader...
all because you have to write everything manually, do it once more in the second language, and meanwhile five other important things have happened on the track
that you missed covering. No good. TV live comment seems to be a lot easier as you can talk much quicker than you write and you only do it in one language typically.
Plus, you can play with your voice to add expression and communicate emotions that make the coverage all the more attractive and interesting. In this
case cyber space reaches its limits and traditional TV keeps its lead.
September 1st 2005: "T&F Journalism Work ahead at the ISTAF in Berlin"
Stuttgart, Germany - Whattup! Very cool. The ISTAF weekend is
approaching again, coming as close as two days...once again I will be working as a bilingual journalist for the meet organizer's online
coverage; I am in charge of the German-English live ticker, sitting in the stadium's press sections hectically letting my fingers fly on the
laptop keyboard. I did it last year already, gosh, it was so stressful.
I didn't even see the meet, all I saw was the laptop screen, the TV screen next to me, and I listened carefully to what the announcer had to
say somewhere in the distance. There was not even time to go pee during those 4 hours. But it was fun, lots of fun. Journalism is a great
profession. I had worked as a photo journalist at the European T&F Championships in Munich already, what a fantastic week I had down there
with very long working hours. My boss even had to throw me out of our press office at 2am...or I would have stayed there overnight! :-) The
highlight was probably when I got an exclusive interview with Sebstian Coe through my hook-ups with NIKE.
I will be in Berlin Saturday until Monday. I am excited to dive back into the T&F world again for a weekend. It is always great to keep in
touch with your old world on a frequent basis. I will be seeing a lot of old friends and acquaintances from
all over the world. I hope to see many of my Kenyan friends from PACE!!!
September 1st 2005: "First Walking Attempts"
Stuttgart, Germany - Hey Hoh! Yesterday I went on my first exercise attempt since my heel surgery 10 days ago. I went on a one-hour
walk on crutches. I can put a bit of pressure on my foot already, but I am not quite able to walk crutch-free yet. I hope I will be able to
do so in teh next few days. Well, my heel is not quite as happy with me today as it was yesterday, I guess I won't go on my first attempt to
ride my bike for a wee bit today as I had planned. I will try tomorrow, though, and go to the Olympic Training Center (OSP)
in Stuttgart to start some weight lifting. My muscles have shrunk while my fat has grown...and I need more power for the pursuit, the
standing start, and the sprint, so I better return to pumping some iron mixed with all kinds of little other exercises imported from my T&F
years.
I intend to put some more innovation, open-mindedness into my training this winter. I haven't been able to apply too many
training concepts from T&F into cycling because of my ongoing running invalidity. Now it will take a few more months again after the surgery
but hopefully I will be able to do the T&F exercises from November on that I am sure will help a lot my many big weaknesses in cycling
(explosive power, acceleration, coordination, just to name a few). Marion as a coach is also very open minded and does not belong to the
big mass of myopic, tradition-fixed individuals in the world of cycling. She applied concepts from other sports herself during her career
and always looked for improvement. Good that we have the same attitude there.
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